"Splitter der Ewigkeit" - Erstlingswerk als Maturaarbeit
Unter diesem Titel hat Mael Stämpfli aus Udligenswil als Maturaarbeit am Gymi Immensee einen Science-Fiction Thriller verfasst, der es in sich hat. Tauchen Sie weiter in seine Raumfahrtsabenteuer ein.

«Zum Glück hatte der Raumanzug durch den Sturz keinen nennenswerten Schaden genommen, meine Knie allerdings schon. Ich knirschte mit den Zähnen und schob den Schmerz in die hinterste Ecke meines Bewusstseins, wo ich ihn in eine mentale Box sperrte, in der Hoffnung, dass er dort bleiben würde.» Es ist Alice, die so spricht, eine von vier Hauptfiguren in diesem 120 Seiten starken Erstling des 17-jährigen Mael. Wie William, Lily und Ray geriet sie als Passagierin der Raumfahrtstation Discovery in einen Asteroidenschauer und entkam mit einer Rettungskapsel auf einen fremden Planeten. Nur befindet dieser sich in der Nähe eines schwarzen Loches. Wird sie darin verschluckt werden und verschwinden? Wir verraten es so wenig wie das Schicksal von William, der in Überlichtgeschwindigkeit wieder zur Discovery zurückfindet. Überlichtgeschwindigkeit heisst aber auch, dass sich die Zeit zurückdreht und sein Raumfahrtsabenteuer wieder von vorne beginnt…

Man merkt: Hinter den beiden Figuren in «Splitter der Ewigkeit» steckt ein Konzept.
Ich wollte austesten, welchen Einfluss die Raum-Zeit Theorie auf die Handlung hat.
Mael Stämpfli, Maturand
"Und ich wollte ausloten, was passiert, wenn chronologische Abläufe aus den Fugen geraten, indem sich die Zeit zurückdreht und sich ein Zeitparadox einstellt?», sagt Mael Stämpfli. Aber auch die anderen beiden Figuren unterzieht er einem Experiment. Denn sie werden auf ihrem rettenden Planeten mit Ausbeutung und Sklaverei konfrontiert.
Sie fragen sich: Ist es besser, das Glück des Einzelnen oder den Wohlstand aller zu maximieren und damit auch Ausbeutung zuzulassen? Sie entscheiden sich für die Befreiung der Sklaven. Ob das gut kommt? Wie auch immer: Mael hat einen Roman geschaffen, der nicht nur von schwindelerregender Dramatik und Spannung, sondern auch von einer doppelten erzählerischen Perspektive lebt – hier die Philosophie, da die Wissenschaft.
«Die Herausforderung lag einerseits beim Schreiben von Dialogen», sagt Mael. «Sie sollten authentisch und unkonstruiert sein».
Dann stellte sich auch die Frage nach der wissenschaftlichen Präzision:
Letztlich stellte ich die Lesbarkeit vor die Vermittlung exakter Theorien.
Mael Stämpfli, Maturand
Der Lesegenuss dieses Erstlingswerks gibt dem Raumfahrtfan Mael Recht.
Wer will, kann es sich unter folgendem Link ansehen oder herunterlagen:


