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Von Ayurveda bis Edelschokolade: Geografie erleben, Fairtrade verstehen

Im Geografieunterricht wurde es in den letzten Wochen besonders lebendig: Die Klasse des Ergänzungsfachs tauchte in die Welt des Ayurveda ein und lernte eine südasiatische Lebensphilosophie kennen, die Körper und Geist als Einheit versteht. Kurz darauf zeigte Chocolatier Daniel Gisler, wie eng unser Konsum mit globaler Verantwortung verknüpft ist und weshalb Fairtrade weit über ein Gütesiegel hinausgeht. Zwei Anlässe, die eindrucksvoll vor Augen führen, wie vielfältig und alltagsnah Geografie sein kann.

Ayurveda erleben – ein besonderer EF-Geografie-Anlass

Im Rahmen des Südasien-Moduls erhielt die EF-Geografieklasse heute Besuch von der Ayurveda-Naturheilpraktikerin Janine Düggelin. In einem abwechslungsreichen Anlass bekamen die zehn Schülerinnen und Schüler einen lebendigen Einblick in die jahrtausendealte indische Heilkunst.

Im Zentrum standen zentrale ayurvedische Prinzipien zu Gesundheit, Ernährung und Diagnose. Dabei wurde deutlich, dass Ayurveda Körper, Geist und Lebensweise als Ganzes versteht und weit über reine Medizin hinausgeht – als kulturell tief verankertes Lebenskonzept Südasiens.

Besonders eindrücklich war der praktische Teil: Gemeinsam kochte die Klasse ein scharfes Apfelchutney, einen Reiseintopf (Kitchary), Fladenbrot (Roti) und zum Dessert süsse Laddus. Mit viel Engagement, Neugier und Freude wurde geschnippelt, gewürzt und probiert. Die intensiven Düfte, neuen Geschmäcker und der aktive Austausch machten den Anlass zu einem sinnlichen Lernerlebnis, das allen in bester Erinnerung bleibt und neue Ideen für alternative Sichtweisen und Lebenskonzepte aufzeigte.

Die intensiven Düfte, neuen Geschmäcker und der lebendige Austausch machten den Anlass zu einem sinnlichen Lernerlebnis, das neue Perspektiven eröffnete

Schülerinnen und Schüler, EF Geographie

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Besuch vom Chocolatier Daniel Gisler: Fairtrade beginnt bei uns

Letzte Woche durften die Schülerinnen und Schüler des 6. Gymnasiums Daniel Gisler, Chocolatier und Fair-Trade-Pionier, bei uns begrüßen. In seinem Vortrag machte er eindrücklich deutlich, dass „fair“ nicht nur ein Label ist, sondern ein verantwortungsbewusster Umgang mit Menschen und Ressourcen bedeutet. Fairer Handel heißt, den Bauern ein verlässliches Einkommen zu sichern, ihre Kinder nicht zur Arbeit zu zwingen und gleichzeitig hochwertige Produkte herzustellen.

Daniel erklärte auch, dass billiger Konsum Konsequenzen hat: Wer ständig die niedrigsten Preise wählt, trägt dazu bei, dass Menschen in armen Ländern unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen und ihre Kinder keine Bildung erhalten. Gleichzeitig leidet oft auch die Qualität der Produkte. Ein Beispiel: Schimmliger Kakao kann gesundheitliche Risiken bergen.

Er betonte, wie wichtig langfristige Investitionen sind: Durch die Unterstützung von Kakaoplantagen, junge Bäume und Mischkulturen werden Böden gesünder, Tiere finden Lebensraum und weniger Dünger wird benötigt. Wer direkten Kontakt zu den Bauern hat, versteht, was fair wirklich bedeutet – weit über den Preis hinaus.

Daniel berichtete, dass sein Unternehmen, das erst fünf Jahre besteht, inzwischen die eigenen Löhne abdecken kann. Überschüsse werden weiterhin in die Farmen reinvestiert. Sein Ansatz zeigt: Fairer Handel ist eine Frage von Verantwortung, Bewusstsein und nachhaltigem Handeln – und beginnt bei jedem von uns als Konsumentinnen und Konsumenten.

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