Sprachaufenthalte
Vier junge Menschen, vier verschiedene Reiseberichte – alle mit dem Ziel, während ihres Sprach-aufenthalts die jeweilige Sprache im Alltag zu vertiefen. Für alle hiess es: Raus aus dem Schulalltag, rein in eine neue Welt – eine Erfahrung, die mehr bewirkte als nur das Perfektionieren einer Sprache. Kimi, Beryl, Eva und Stella tauchten ein in fremde Städte und neue Gewohnheiten. "Die Kombination aus Arbeit, kulturellen Erlebnissen und Freizeit machte das Praktikum zu einer sehr bereichernden Erfahrung gemacht", sagt Beryl. Bereit, mit ihnen auf die Reise zu gehen?

Mein Sprachaufenthalt auf dem Mont-Saint-Michel: Die Menschen die ich dort kennengelernt haben, waren alle supernett und ich konnte mich gut mit ihnen anfreunden.
Stella, 5. Klasse
Stella: Während vier Wochen in den Sommerferien, bin ich hoch bis zur Normandie in Frankreich gefahren, um die französische Sprache zu lernen und zu üben.
Für mein Stage, bin ich den ganzen Weg durch die Schweiz und quer durch ganz Frankreich, bis in die Normandie, gefahren. Mein Ziel: Mont-Saint-Michel, eine Insel an der nordischen Küste Frankreichs. Gewohnt habe ich während den vier Wochen in einem ehemaligen Hotel welches jetzt ein Aufenthalt für Arbeiter und Arbeiterinnen in der Umgebung des Mont-Saint-Michels ist. Es ist ein sehr kleines Dorf namens Beauvoir wo nicht viel los ist, abgesehen von der Bar in unserer Nähe wo sich abends alle Arbeitskollegen getroffen haben.
Ich hatte ein Zimmer gemeinsam mit zwei anderen Mädchen, die ebenfalls in einem Restaurant auf der Insel arbeiten gingen. Insgesamt sind es etwa 20 Zimmer, die sich alle eine kleine Küche und Esszimmer teilen. Die meisten die dort wohnen sind Saisonniers, die hier ein Ferienjob suchen. Am Abend haben sich immer alle im Esszimmer getroffen und über alles Mögliche geredet, das war eine sehr gute Möglichkeit die Sprache zu lernen und auch die Sprache der jüngeren Franzosen und Französinnen kennenzulernen.
Perspektivenwechsel
Sie haben mich gut in diesem Beruf aufgenommen, denn ich war komplett neu in diesem Fachbereich. Ich habe fünf Tage je sieben Stunden der Woche gearbeitet. Der Arbeitsplan änderte sich immer, manchmal machte ich die Morgenschichten, manchmal aber auch die am Abend. Der Sonnenuntergang am Meer war immer traumhaft.
Ein besonderes Ereignis war der 14. Juli 2024, der Unabhängigkeitstag Frankreichs, gemeinsam mit Freunden, die meisten waren schon 18 und hatten somit ein Auto, bin ich in die naheliegenden Städte gefahren und wir haben abends gemeinsam die Feuerwerke gesehen.
Zwei Städte, zwei Welten: Mein Französisch-Stage – von Lego bis Croissants: Vier Wochen, zwei Städte und zwei völlig verschiedene Welten: In Genf tauchte ich in den Alltag einer Familie ein, während ich in Fribourg die Backstube einer Bäckerei erlebte. Mein Französisch wurde auf die Probe gestellt, und ich nahm viele wertvolle Erfahrungen für mein Leben mit.
Kimi, 5. Klasse
Einblick in den Alltag einer Familie in Genf
Kimi: Meine erste Station führte mich nach Genf, wo ich zwei Wochen lang bei einer älteren Dame wohnte. Täglich um 8 Uhr begab ich mich zu ihrer Tochter, die im selben Viertel lebt, um deren vierjährige Tochter zu betreuen. Obwohl das kleine Mädchen sehr schüchtern war, fanden wir schnell eine gemeinsame Basis beim Spielen mit Lego und anderen Spielsachen.
Mittags kam die Mutter nach Hause, und ich hatte den Nachmittag frei, um Genf zu erkunden. Diese Zeit nutzte ich, um die Stadt und ihre Kultur besser kennenzulernen. Die Abende verbrachte ich mit meiner Gastfamilie bei köstlichen gemeinsamen Mahlzeiten.
Das Betreuen eines kleinen Kindes war eine Herausforderung, die mich aus meiner Komfortzone brachte. Dennoch bin ich danbar für diese wertvolle Erfahrung und bedanke mich herzlich bei meiner Gastfamilie für ihre herzliche Aufnahme.
Die zweiten zwei Wochen meines Stages verbrachte ich in der Bäckerei SUARD in Fribourg und lernte den Arbeitsalltag kennen. Bei meiner Ankunft wurde ich von Herrn Reto Ehrler, dem Geschäftsführer, herzlich empfangen. Er erklärte mir, dass meine Arbeitstage bereits um 3 Uhr morgens beginnen und um 12 Uhr enden würden – ein Rhythmus, an den ich mich erst gewöhnen musste. Ich bekam einen faszinierenden Einblick in die Arbeitsabläufe einer Bäckerei. Von der Herstellung verschiedener Backwaren und Sandwiches bis hin zur Vorbereitung der Lieferungen für die Verkaufsfilialen durfte ich überall mithelfen. Besonders gefiel mir, wie schnell ich mich ins Team integrieren konnte – nicht zuletzt, weil ich viele Fragen stellte und offen auf die Kolleginnen und Kollegen zuging.
Die Kommunikation gestaltete sich manchmal als kleine Herausforderung, da viele Mitarbeitende
Portugiesisch sprachen. Dennoch bemühten sich alle, mit mir Französisch zu sprechen, was meine Sprachkenntnisse deutlich verbessert hat. Mein Respekt für die Arbeit in einer Bäckerei ist enorm gewachsen. Heute sehe ich Backwaren und Sandwiches mit ganz neuen Augen – hinter jedem Produkt stecken harte Arbeit und viel Leidenschaft. Ich danke Herrn Ehrler und dem Team der Bäckerei SUARD für diese lehrreiche Zeit, die ich immer in guter Erinnerung behalten werde.
Meine Zeit in der Sprachschule in Valencia war eine unvergessliche Erfahrung. Jeden Tag hatte ich Unterricht und danach eine spannende Aktivität, bei der ich die Stadt besser kennenlernen konnte.
Eva, 5. Klasse
Eva: Ich habe zusätzlich zur Stage auf Französisch eine Sprachschule in Valencia besucht für zwei Wochen, da man die Möglichkeit hat, den Sprachaufenthalt aufzuteilen, wenn man das SPF-Spanisch/Italienisch besucht. Der Unterricht begann jeden Morgen um halb zehn und dauerte bis Mittag. Die Schule hat mir sehr gut gefallen, vor allem das Gebäude und auch die Lehrer waren immer sehr freundlich und offen, was das Lernen viel angenehmer machte. Ich habe die Schule auch als Möglichkeit gesehen, neue Leute von der ganzen Welt kennen zu lernen und mich in einer fremden Stadt selbstständig zurecht zu finden.
Schule vorbei, Action beginnt!
Nach dem Unterricht gab es immer eine Aktivität. Oft gingen wir an den Strand, wo wir entspannten oder Volleyball spielten. Zudem besuchten wir einen Surfkurs, was eine grossartige Erfahrung war. Wir besuchten auch oftmals berühmte Touristenattraktionen, welche sich immer gelohnt haben. Am Mittag konnten wir immer selbständig zu Mittag essen. Man hatte die Möglichkeit, entweder bei einer Gastfamilie, in einer Jugendherberge der Schule oder selbst in einem Hotel/Airbnb zu wohnen; so konnte jeder nach seinen Bedürfnissen entscheiden und sich wohl fühlen.
Wir haben auch einige Stadtführungen gemacht und viel über die Geschichte Valencias gelernt. Besonders spannend fand ich unseren Besuch in einem Museum, wo wir Kunstwerke und historische Ausstellungen bestaunten.
Insgesamt war die Sprachreise eine grossartige Erfahrung. Ich konnte nicht nur mein Spanisch verbessern, sondern auch viele neue Leute kennenlernen und die schöne Stadt Valencia entdecken. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter, da ich so auch mein Spanisch im Alltag anwenden konnte. Ich würde es jederzeit wieder machen!
Für mein Praktikum war ich in La Baule bei einer sehr netten Familie, Caroline und Patrick Morel. Während meines Aufenthalts durfte ich nicht nur ihre Stadt, sondern auch Paris erkunden.
Beryl, 5. Klasse
Beryl: An meinem ersten Tag in La Baule hat Patrick mir die Stadt mit dem Auto gezeigt. Vier Tage später reisten wir nach Paris, teilweise wegen der Wahlen und auch, um das Hochzeitskleid von Carolines Tochter abzuholen. Dort hatte ich mein eigenes Zimmer mit Blick auf die Stadt. Tagsüber spielte ich oft mit ihren Enkelkindern und begleitete Caroline zum Einkaufen.
Während meines Praktikums arbeitete ich in einem Vintage-Laden, wo ich Kleidung sortierte, Collagen für Instagram erstellte und die gekauften Artikel verpackte. Zusätzlich musste ich viermal pro Woche den Laden putzen. Eine ältere Mitarbeiterin namens Eve unterstützte mich dabei. Meine Arbeitszeiten waren von 10 bis 12 Uhr und am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr. An besonders schönen Tagen hatte ich manchmal nachmittags frei und konnte den Strand oder das Spa besuchen oder das Abendessen zubereiten.
Von Trüffeln bis Kundenkontakt
In La Baule habe ich fast jeden Abend für die Familie gekocht. Zweimal wurde ich von ihnen in ein Restaurant eingeladen, in dem sie mit ihren Freunden waren. Ein kulinarisches Highlight war mein Lieblingsrestaurant, das auf Trüffelgerichte spezialisiert ist.
Ich kann das Praktikum in La Baule nur weiterempfehlen. Durch die Arbeit im Vintage-Laden habe ich wertvolle Arbeitserfahrung gesammelt, sei es im Bereich Organisation, Social Media oder Kundenkontakt. Außerdem konnte ich mein Französisch erheblich verbessern, da ich täglich mit der Familie, den Kunden und meinen Kollegen sprechen musste. Die Kombination aus Arbeit, kulturellen Erlebnissen und Freizeit hat das Praktikum zu einer sehr bereichernden Erfahrung gemacht.












