Veranstaltungen

EF Konzert - Tales of Sound

Elf Musiktalente des Gymnasium Immensee boten im Küssnachter Zentrum Monséjour musikalische Kost vom Feinsten. Die Musikerinnen und Musiker überzeugten mit herausragenden, fein abgestimmten Klängen.

Zu Beginn erfüllen feine, fast sphärische Klänge den gut und vor allem mit jungen Menschen besetzten Monséjour-Saal. Daraus schält sich eine irische Weise, das Spiel der zwei Celli und drei Violinen wird zugriffig, dann wieder elegisch. Die Interpretinnen und Interpreten spielen nicht nur, sie erzählen musikalisch eine Geschichte – zuerst die des Filmes «Brave», dann auch, mit den ungarischen Tänzen, diejenige der ungarischen Volksseele. Budapester Café-Stimmung kommt auf, bevor der Violinist Maël Stämpfli mit intensivem Vibrato die melancholische, tieftraurige und doch getragene Titelmusik von Schindlers Liste aufleben lässt und später – zusammen mit Meret Hürlimann – gekonnt die teils an Appenzeller Streichmusik erinnernden five pieces von Dmitri Shostakovich interpretiert.

1 / 9

2 / 9

3 / 9

4 / 9

5 / 9

6 / 9

7 / 9

8 / 9

9 / 9

1 / 9

2 / 9

3 / 9

4 / 9

5 / 9

6 / 9

7 / 9

8 / 9

9 / 9

Erfrischende Musikalität auf hohem Niveau

Klar wird: Hier bieten begabte Musikerinnen und Musiker feinste Kost. Sie fanden im Rahmen des Ergänzungsfaches Musik am Gymi Immensee zusammen und probten ein halbes Jahr lang unter der Leitung von Marc Moscatelli jeden Mittwochnachmittag. Sie wuchsen zu einer Truppe zusammen, die sich gegenseitig anspornte und mit ihren Instrumenten aus Klassik und Pop in immer wechselnden Besetzungen neue und überraschende Interpretationen bekannter Songs formte. Vor allem aber lebten sie scheinbar unbekümmert und locker, aber doch auf beachtlichem Niveau erfrischende Musikalität. Sie achteten dabei darauf, dass alle ihre musikalischen Talente so richtig ausleben konnten.

Die Stimme der Leadsängerin, Pianistin und Gitaristin Melina Kurzen wechselte mühelos zwischen frech und direkt, leicht rau und wunderbar soulig.

In der französischen Ballade «Voilà» von Barbara Pravi erinnerte sie mit ihrer flehenden Eindringlichkeit gar an Edith Piaf. Zusammen mit Jaël Küttel, die auch am Schlagzeug, am E-Bass und am Klavier im Einsatz war, meisterte sie auch die heiklen Klangkaskaden von Adeles «Easy on me» - eine Ballade, die in schmerzhaften Bildern eine auseinanderdriftende Beziehung besingt. 

Sänger und Violinist Luca Villanueva wiederum erzählte mit ihr zusammen in «Let down» von Radiohead musikalisch die Geschichte eines Menschen, der einfach mal abhängt. Unvergessen auch die solistischen Einlagen von E-Gitarrist Maddox Plewa in «Sweet Child O’Mine» von Guns N’Roses, das Tango-Solo von Cellistin Johanna Raig und nicht zuletzt die überzeugenden Begleitparts von Lara Stauffer (Cello), Christian Henkel (Drums und E-Bass), Quinn Peter (Klavier), Timo Windlin (Drums und E-Bass) und Nadine Purtschert (Klavier). 

Sie alle schrieben an diesem Abend musikalisch Geschichte – das Publikum dankte mit einer Standing Ovation.

FAQKontakt Document Paragraph Text Image 2 Streamline Icon: https://streamlinehq.com BlogJobs