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What a feelin’!

20.5.2022 – Es gibt sie wieder, die Konzerte des Gymichors und der Musizierenden des Ergänzungsfachs (EF) Musik. Wie Phönix aus der Asche sind im Mai die satten Sounds und legendären Stimmen aus der viralen Zwangspause auferstanden.
 

Sensationell Michael, der das über hundertköpfige Publikum mit Songs wie «Way Down We Go» und «Bad Day» mit seiner Stimme am Piano im Stil von Elton John verblüffte. Oder Janin, die in ihrer selbstgeschriebenen und komponierten Ballade «A Feeling of Onism» Stimmungen anklingen liess, die im gesamten, dichten Programm immer wieder aufpoppten: Die Natur «feeling the rise of the wind», das Leben «sounds of nature, feeling so alive», die Liebe «why don’t you try joining my live». Oder Jessica und Sarah, die in «Easy on Me» in packendem Duett die Tücken der Adoleszenz besangen: «I was still a child, didn’t get the chance to feel the world around me, I had no time to choose…». Oder all die anderen Interpretinnen und Interpreten, die über sich hinaus- und in die Musik hineinwuchsen wie Yela am Schlagzeug oder Rosana an der elektrischen Harfe. Sie lebten Musik und erzeugten den zwingenden Sound, der jeden Saal zum Schwingen bringt. Oder – wie im Falle von «Amélie» – mit Einsatz eines Akkordeons eine Musette aufs Parkett zauberten, die sich wie flirrende Luft über Lavendelfelder der Provence anfühlte.

Ein Jahr lang hatten die über 30 Musizierenden von Chor und Band auf diesen Konzertmoment hingearbeitet. Sie feilten unter der Leitung der Musiklehrpersonen Franziska Trottmann und Marc Moscatelli sowie Simon Witzig, Chor, an den Sounds, die im Übrigen vom Technikteam gekonnt abgemischt und mit dezenten Hall- und Echoeffekten durchsetzt wurden. Und sie studierten Choreografien ein, die in einer noch kaum gesehenen Body-Percussion in der Zugabe «Memories» gipfelten. Das Publikum dankte mit frenetischem Applaus, und manche werden noch den Song im Ohr behalten, der für das ganze Konzert stehen kann: «Take your passion… I’m music now… I’m rhythm now… What a feelin’!»

Text: David Coulin
Fotos: Michael Brühlmeier

Finalteilnahme für Chemietalent

27.4.2022 – Vom 18. bis 23. April 2022 liessen 18 Teenager an der ETH Zürich die Bunsenbrenner flackern. Mit dabei war David Kessler, 6. Klasse, der sich gegen ursprünglich über 400 Teilnehmende durchgesetzt hatte. Er erreichte den 7. Rang und verpasste damit die Teilnahme an der Internationalen Chemie-Olympiade, die den vier Besten vorbehalten ist, nur knapp.

Maturand David Kessler

Maturand David Kessler im Chemielabor des Gymnasiums Immensee.

David Kessler, der zu Hause ein eigenes kleines Chemielabor besitzt, hat die Chemie in den Genen. Sein Grossvater, Prof. Horst Kessler, forschte an der TU München zur nuklear-magnetischen Resonanz – als Fachkollege des Winterthurers Richard Ernst, der für seine Entdeckungen in diesem Gebiet gar einen Nobelpreis erhielt. Eine Faszination, die auf den Maturanden übergesprungen ist.

Worum geht es bei der nuklear-magnetischen Resonanz? «Um die Wechselwirkung magnetischer Felder», erklärt Kessler, «damit kann man zum Beispiel nachweisen, ob sich Moleküle bei einem chemischen Reaktionsversuch tatsächlich verändert haben und die Reaktion somit erfolgreich war.» Tiefer gehende Fragen machen für den Laien keinen Sinn, wie es auch wenig Sinn ergibt, den Titel der Maturarbeit «Untersuchung des Reaktionsverhaltens einer säurekatalysierten Veresterung von Butanolen» auf Anhieb verstehen zu wollen.

Von Rang 16 auf Rang 7 verbessert

Bei der Schweizer Vorausscheidungen zur Internationalen Chemie-Olympiade wurden organische, anorganische und physikalische Chemie praktisch und theoretisch geprüft. «Vor allem die physikalische Chemie ist hart für mich, denn sie ist nicht mein Spezialgebiet», so Kessler.

Im Finale vom 23. April 2022 verbesserte er sich von Rang 16 auf Rang 7. Damit verpasste Kessler die Teilnahme an der Internationalen Chemie-Olympiade, die den vier Besten vorbehalten ist, nur knapp.

Zwei neue Schulleitungsmitglieder

11.4.2022 – Mit Michel Rey und Joël Fux wählte der Stiftungsrat des Gymnasiums Immensee dieser Tage zwei neue Mitglieder für seine Schulleitung.

Schulleitung 2022/2023

Die Schulleitung des Gymnasiums Immensee ab dem Schuljahr 2022/2023 schon jetzt im Treppenhaus des historischen Z-Baus: Rektor Planzer wird flankiert von Rahel Stocker Wiedmer (l.), Prorektorin 5.–6. Kl., und Mirjam Fries (r.), Leiterin Finanzen und Dienste, sowie den zwei neuen Mitgliedern Michel Rey (l.) und Joël Fux (r.).

Nach einer professionell begleiteten, zügig durchgeführten Akquisitionsphase konnte das Gymnasium Immensee seine fünfköpfige Schulleitung mit den beiden ausgewiesenen Fachleuten Michel Rey und Joël Fux erfolgreich vervollständigen. Die Neuwahl war nötig geworden, weil die bisherigen Prorektoren Jože R. Mubi und Patric Matter die Schule auf eigenen Wunsch und unabhängig voneinander verlassen werden.

Rektor Benno Planzer sieht Rey und Fux nicht einfach als Ersatz für die bisherigen Prorektoren. Im Gegenteil, «Ausbildung und Erfahrungshintergrund sind bei beiden sehr unterschiedlich. Diese Vielfalt soll die Arbeit der Schulleitung bereichern.»

Michel Rey ist vom starken und innovativen Profil des Gymi begeistert: «Hier werden nicht nur neue Lernformen entwickelt, sondern auch erfolgreich praktiziert.» Joël Fux beeindrucken Agilität sowie Flexibilität der Schule. Und: «Die individuelle Betreuung und Förderung ist am Gymi zentral; hier sind die Lernenden keine Nummern wie anderswo.»

Rey und Fux treten ihre neue Aufgabe in Immensee am 1. August 2022 an. Wie stellen sie sich ihren ersten Tag am Gymi vor? «Ich sehe mich zunächst als Lernenden», sagt Rey, «der sich dafür interessiert, wer und was diese Schule ist.» «Strahlend blaues Wetter», lacht Fux, «im Ernst: Ich bin sehr neugierig und möchte alle und alles am Gymi kennenlernen.»

Das sind die beiden Neuen

Michel Rey (52) wuchs in Schwyz auf, wo er maturierte. Er ist lic. phil. I in englischer und deutscher Literaturgeschichte und Sprachwissenschaft der Uni Zürich und verfügt über das höhere Lehramt an Mittelschulen. Rey war Mitarbeiter der Schulleitung am Gymnasium St. Klemens in Ebikon. Er ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Töchtern, lebt in Zürich und ist gerne in den Bergen.

Joël Fux (37) machte die Matura am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig. An der Uni Bern bildete er sich zum MAS in Business Administration aus und erwarb das Lehrdiplom für Maturitätsschulen. Zuletzt war er Leiter Berufsmaturität Sport am Feusi Bildungszentrum in Bern. Fux ist begeisterter Ausdauersportler. Im Sommer zieht er mit seiner Partnerin von Bern in die Zentralschweiz.

Auf zu neuen Ufern

Wie seit Ende 2021 bekannt, gestalten die Prorektoren Jože R. Mubi und Patric Matter ihre berufliche Zukunft per Ende des laufenden Schuljahres frisch. Nach sechs Jahren als Prorektor Mittelgymnasium wechselt Matter an die Kantonsschule Menzingen. Mubi war 23 Jahre am Gymi tätig, davon 21 Jahre als Internatsleiter und 10 Jahre als Prorektor Untergymnasium. Im Alter von 52 Jahren will er sich beruflich neu orientieren. Der doppelte Wechsel erfolgt zufällig, wie beide betonen. Ihre Motivation, die Schule zu verlassen, begründen sie einzig mit ihrer persönlichen beruflichen Neuorientierung. Die Schulleitung bedauert den Entscheid der sehr geschätzten Kollegen ausserordentlich, hat jedoch Verständnis dafür, dass sie sich neuen Aufgaben stellen möchten.

Das Gymi baut Zukunft

8.3.2022 – Das Gymnasium Immensee packt die schrittweise Verwirklichung seiner Immobilienstrategie an.

Schon seit Jahren konzentriert sich die Immobilienstrategie der privaten Stiftung Gymnasium Immensee, die Trägerin des Gymi ist, in baulichen Fragen konsequent auf das Nötige und verzichtet bewusst auf das Wünschbare. Dabei verfolgt die Schule – unabhängig vom politischen Tagesgeschäft – langfristige Ziele, die immer im Dienste einer qualitativ hochstehenden gymnasialen Bildung stehen müssen.

Schulraumentwicklung

Für die Schule wichtige Gebäude wie der historische Z-Bau mit dem Turm (Fertigstellung 1900) oder das Obergymnasium (1970) und die entsprechenden Infrastrukturen haben in wesentlichen Teilen ihre Lebensdauer erreicht. Sie werden an die modernen Unterrichtsbedürfnisse angepasst.

So ziehen die naturwissenschaftlichen Fachzimmer vom Z-Bau ins Obergymnasium um. Dank dieser Verlegung kann beispielsweise die Laborinfrastruktur auf ein zeitgemässes technisches Niveau angehoben und somit deutlich verbessert werden.

Im Z-Bau ist geplant, das Raumangebot klar zu strukturieren. Kurz- bis mittelfristig ist die Erneuerung des Kupferdachs vorgesehen.

Das Obergymnasium wird rückgebaut und leicht höher neu erstellt. Während die Stufenfassade erhalten bleibt, wird das bisher kleinräumige Innenleben des Gebäudes komplett aktualisiert. Das Obergymnasium erhält unter anderem eine neue Haustechnik mit leistungsfähiger Lüftung oder eine verbesserte Isolation, was die Energie­effizienz nachhaltig verbessert. Der bisherige Gymi-Eingang wird vom Bethlehemweg in den Oberen Hof verlegt, der damit zum neuen Dreh- und Angelpunkt des gesamten Schulcampus avanciert.

Auffällig ist auch die räumliche Trennung des momentan miteinander verbundenen Z-Baus und Obergymnasiums. Diese Massnahme verleiht den beiden Gebäuden einen eigenständigeren Auftritt.

Sport/Parkierung

Einen separaten Teil der Immobilienstrategie bildet der Ersatz der Turnhalle. Gleichzeitig wird die Parkierung auf dem Areal ganzheitlich gelöst. Dies realisiert das Gymi, wie bereits bekannt, als Partner des Vereins Missionshaus Bethlehem im Rahmen seines Projekts «Wohnen im Bethlehem» sowie des Gewerbe­zentrums Hohle Gasse AG.

Termine und Kosten

Die Umsetzung der Immobilien­strategie erfolgt schrittweise und über mehrere Jahre verteilt. Aktuell werden die Kosten auf rund 35 Millionen Franken veranschlagt.

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